Zalando Vorstellung und Analyse

Zalando Vorstellung und Analyse

Einleitung

Herzlich willkommen zurück auf unserem Blog finanzenparkett.de. Dieser Beitrag wird dir präsentiert von Jannik und Gerrit. Unser Ziel ist es die Altersvorsorge und die Aktienkultur aktiv zu fördern. Heute werden wir dir die Zalando Aktie genauer vorstellen. Das Unternehmen kann man als das Amazon für Mode beschreiben. Das Unternehmen Zalando hat eine beeindruckende Wachstumsstory hinter sich und wird auch in der Zukunft weiter stark wachsen. Der Online-Modemarkt wächst aufgrund von Corona noch schneller als sonst und dies beflügelt das Geschäft von Zalando noch stärker als sonst.

Zalando, einst eine WG ist heute einer der größten europäischen Online-Händler. Ein gigantisches Wachstum, getrieben durch die immer größer werdende Nachfrage nach digitalen Produkten wie Kleidung, Taschen oder Schuhen und vor allem durch die Coronakrise.

Gerrit

Nicht nur der Markt auf dem Zalando tätig ist wächst schnell, sondern auch die Zalando Aktie hat in den letzten 5 Jahren eine Performance von 159% hingelegt. Die stärkste Aufwärtsbewegung fand natürlich in den letzten Monaten statt wegen der Corona Pandemie.

In dieser Vorstellung und Analyse werden wir die Zalando Aktie auf Herz und Nieren für dich prüfen. Wir wünschen dir nun viel Spaß mit der Vorstellung und Analyse. 🙂

Wenn du diesen Artikel lieber anhören möchtest, dann können wir dir unseren Podcast Finanzen.Parkett empfehlen. Dort haben wir bereits eine Podcast-Folge zur Zalando Aktie veröffentlicht:

Disclaimer: Wir betreiben hier keine Anlageberatung. Wir wollen hier keine Aktien oder anderen Finanzprodukte verkaufen. Für ein Investment muss man sich immer eine eigene Meinung bilden!

Kurzvorstellung der Zalando Aktie

WKN: ZAL111

ISIN: DE000ZAL1111

Branche: E-Commerce

Gründungsjahr: 2008

Hauptsitz: Berlin, Deutschland

Marktkapitalisierung: 21 Mrd. €

Kurs: 82,80€ (Stand 05.10.2020)

Dividende: 0€

Mitarbeiter: 13.700

Hier gehts zur Investor-Relations Seite von Zalando

Das Unternehmen Zalando wurde 2008 von David Schneider und Robert Gentz gegründet. Zalando ist ein europäischer Online-Versandhändler für Mode, Schuhe und Kosmetik und ist mittlerweile in über 17 Ländern in Europa tätig. Die Gründungs- und Geschäftsidee stammt aus einer Studenten-WG und wurde von den drei Gründern David Schneider, Robert Gentz und Rubin Ritter in die Tat umgesetzt. Als Vorbild für Zalando diente das US-amerikanische Versandunternehmen Zappos. Zappos wurde 2009 durch Amazon übernommen.

Ein paar Fakten zu Zalando:

  • Europas größte Online-Modeplattform für Damen, Herren und Kinder
  • Das Unternehmen vertreibt auf seiner Plattform rund 300.000 Produkte von über 2.000 Marken
  • Der Online-Modemarkt ist in den letzten Jahren enorm gewachsen und wird auch in der Zukunft weiter wachsen. Zalando möchte noch schneller wachsen, um sich weitere Marktanteile zu sichern.
  • Das Unternehmen zahlt im Moment noch keine Dividende, da das Unternehmen hohe Summen jährlich investiert um weiter stark wachsen zu können.

Aktionärsstruktur von der Zalando Aktie

Aktionärsstruktur von Zalando // Quelle: Anual Report 2019
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Zalando Unternehmensgeschichte

Von der Wohngemeinschaft zur SE

Quelle: Zalando Unternehmensgeschichte

Im Herbst 2008 wenige Tage vor der damaligen Finanzkrise ausgelöst durch die Lehman Brothers wurde Zalando durch zwei Studienfreunde Robert Gentz und David Schneider gegründet. Nichts desto trotz wurde aus einer Idee “Schuhe online kaufen – ohne anzuprobieren” und einer stinknormalen WG in der Berliner Torstraße ein Büro und Warenlager.

Anfangs sind alle Pakete durch die Gründer selbst zur Post gebracht worden und auch die Kunden konnten die Eigentümer anfangs noch auf ihren privaten Handys erreichen. Mit dem gesetzten Maßstab einer kostenlosen Lieferung, sowie Retoure und bis zu 100 Tagen Rückgaberecht wuchs das Unternehmen so unglaublich schnell, dass immer größere Büroräume gefunden werden mussten. Nach zwei Jahren ist dann auch der dritte Studienfreund Rubin Ritter mit ins Business eingestiegen.

Zalando wächst und wächst und hat sich weiter nach Österreich und in die Schweiz expandiert. Im Jahre 2010 folgte dann auch noch die Niederlande als erster nicht deutschsprachiger Markt. Die Werbung mit dem Slogan “Schrei vor Glück” kam hier allerdings nicht gut an.

Historische Entwicklung der Expansion von Zalando:

  • 2008/09: Deutschland, Österreich
  • 2010: Niederlande, Frankreich
  • 2011: Italien, Großbritannien, Schweiz
  • 2012/13: Schweden, Belgien, Spanien, Dänemark, Finnland, Polen, Norwegen, Luxemburg
  • 2018: Tschechien, Irland

Das Unternehmen lernt sehr schnell dazu, so hat es auf die unschönen Marktgegebenheiten reagiert und ist auf den Geschmack, die Wünsche und den Erwartungen seiner Kunden eingegangen. Auch die Kommunikation und der Service wurden dementsprechend ebenfalls optimiert.

Zalando ist mittlerweile in 17 europäischen Märkten aktiv und bietet den Kunden verschiedene Bezahlmöglichkeiten an. Die Logistik wird von regionalen Dienstleistern aus den Regionen abgewickelt. Das Unternehmen kann in der Kundenkommunikation bis zu 13 Sprachen sprechen.

Der Konzern hat ein weltweites Logistiknetzwerk ausgebaut und besitzt schon heute 14 Logistikzentren, wobei sich noch ein weiteres im Bau und eins in der Planung befindet. Parallel dazu betreibt es auch noch Outlet-Stores in derzeit über 10 verschieden Standort innerhalb Deutschlands und 4 weitere sind in Planung.

Der Technologie und Start-Up Spirit steckt nach wie vor in den Schuhen und im Vordergrund von Zalando. Bei bestimmten Veranstaltungen wie der “Hackweek” oder dem “Innovation Lab” können die Mitarbeiter ihre Ideen außerhalb des Arbeitsumfelds umsetzen und dabei Technologien testen. Ziel ist es einen wirklich Mehrwert zu schaffen. Um das zu erreichen werden auch eine akzeptierte Fehler-, Feedback- und Risikokultur im Unternehmen geschaffen.

Heute ist aus der Start-Up-WG eine SE mit über 14.000 Angestellten in über 130 Nationen geworden. Der Ruf eines klassischen Modehändlers war einmal, denn das Unternehmen ist heute eine Online-Plattform, die alle Akteure aus der Modeindustrie zusammenführt: Endkunde, Händler, Stylisten, Marken, Werbetreibenden, Logistik und Fabriken alles befindet sich quasi unter einem Dach.

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Geschäftsmodell und Produkte

Das Geschäftsmodell der Zalando Aktie gliedert sich in verschiedene Teilbereiche:

  • Fashion-Store
  • Off-price
  • Eigenmarken
  • Zalon
  • Zalando Fulfillment Solutions
  • Zalando Marketing Services
  • Zalando Partner Services

Die beiden größten Bereich stellen Fashion-Store und Off-Price dar.

Fashion Store

Der Onlinestore von Zalando ist durch das Web und eine Mobile Applikation jederzeit erreichbar für Kunden. Die Onlineshops von Zalando enthalten zahlreiche Modeartikel, wie Schuhe, Bekleidung und Accessoires und bieten darüber hinaus kostenlosen Versand und Rückversand an. Die Onlineshops von Zalando sind an die lokalen Bedürfnisse und den Modestil der Kunden in 17 europäischen Ländern angepasst. Das Sortiment reicht von beliebten weltweit bekannten Marken über Fast-Fashion bis zu lokalen Brands und wird durch selbst designte Eigenmarken ergänzt. Das Markenportfolio von Zalando beinhaltet über 2.500 Markenhersteller.

Zalando Onlineshop
Zalando Onlineshop // Quelle: Zalando.de

Off-Price

Das Off-price-Geschäft von Zalando dient dem Abverkauf der Vorsaison-Sortimente. Die Zalando Lounge bietet im Rahmen eines Shopping-Clubs ausschließlich registrierten Mitgliedern exklusive Verkaufsaktionen zu rabattierten Preisen. Zalando besitzt darüber hinaus sogenannte “Outlet-Stores” in Berlin, Köln, Frankfurt am Main, Leipzig, Hamburg, Münster, Stuttgart, Hannover, Mannheim und Ulm. Zalando ist somit neben dem Onlinehandel auf im Offlinehandel tätig.

Zalando Outlet // Quelle: Zalando

Eigenmarken

Als Multi-Fashion-Brand-Company entwickelt Zalando seit 2010 internationale Modemarken. Das Produktsortiment umfasst Schuhe, Bekleidung und Accessoires für Frauen, Männer und Kinder, die allesamt Lücken im Sortiment des Zalando Fashion Store füllen. Mit den insgesamt sechs Marken schafft Zalando eigene Produkte und deckt vom Design bis zum Verkauf die gesamte Wertschöpfungskette ab.

Design der Eigenmarken von Zalando // Quelle: Zalando

Zalon

Zalando betreibt den Beratungsservice Zalon, bei dem sich Kunden direkt von ausgewählten Stylisten bei ihrem Einkauf beraten und inspirieren lassen können. Zalon ist Teil der Zalando-Plattform und verbindet freiberufliche Stylisten und Kunden.

Zalando Fulfillment Solutions

Das Unternehmen stellt die eigenen Logistik-Kapazitäten externen Partnern zur Verfügung, damit diese sich nicht mit infrastrukturellen Themen beschäftigen müssen, sondern sich voll auf ihre Kernkompetenzen im Modegeschäft konzentrieren können.

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Zalando Marketing Services

In den letzten Jahren hat Zalando viel in das Thema Marketing investiert. Anscheinend sogar soviel, dass es einen eigenen Geschäftsbereich von Zalando darstellt :D. Das gesamte Know-how sowie die Reichweite von Zalando ist in Zalando Marketing Services gebündelt, die nun personalisierte Marketingleistungen für Markenpartner anbietet.

Zalando Partner Services

Zalando hilft anderen Unternehmen der Branche (zum Beispiel Marken, Händlern oder Produzenten) dabei, digital erfolgreicher zu sein. Zum Beispiel durch die Anbindung von Lagerbeständen an mehrere Händler, die Digitalisierung von Prozessen im Großhandel oder die Integration von Offline-Geschäften auf die Zalando-Plattform.

Nun haben wir dir das Geschäftsmodell von Zalando schön auf die einzelnen Geschäftsbereiche vorgestellt und dir erklärt 🙂 Nun werden wir dir noch ein paar Benchmarkzahlen von der Zalando Aktie zeigen.

Benchmark

Leistungsindikatoren von Zalando // Quelle: Anual Report 2019
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Finanzkennzahlen

Im folgenden Abschnitt werden wir genauer auf die Finanzkennzahlen von der Zalando Aktie eingehen. Hierbei werden wir dir zuerst die Umsatzverteilung auf die verschiedenen Geschäftsbereiche und Regionen weltweit zeigen. Anschließend werden wir genauer auf die wichtigsten Kennzahlen eingehen und diese dann für dich analysieren.

Disclaimer: Wir betreiben hier keine Anlageberatung. Wir wollen hier keine Aktien oder anderen Finanzprodukte verkaufen. Für ein Investment muss man sich immer eine eigene Meinung bilden!

Umsatz nach Region und Geschäftsbereich

Nun beginnen wir direkt mit der Umsatzverteilung nach Geschäftsbereich:

Wie man direkt sehen kann macht der Geschäftsbereich Fashion-Store den größten Anteil am Umsatz mit knapp 87% aus. Danach kommt das Off-Price Geschäft mit einem Anteil von 9,5%. Die anderen Geschäftsbereiche von Zalando haben dann noch einen Anteil von etwa 3,5% am Gesamtumsatz.

Nun zu der Umsatzverteilung nach Region:

Die DACH Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) haben bei Zalando einen sehr großen Anteil am Gesamtumsatz im Moment. Der Rest von Europa wuchs in den letzten Jahren aber immer weiter bis auf zuletzt 54,1% am Gesamtumsatz.

Bilanzkennzahlen

Kennzahlen in €201720182019
Umsatz (in Mio.)4.4895.3886.483
Umsatzkosten (in Mio.)2.5293.1073.724
EBIT (in Mio.)187,6119,2165,8
Operative Marge (EBIT/Umsatz)4,18%2,21%2,56%
Gewinn (in Mio.)101,6051,2099,70
EPS0,40€0,20€0,39€
kurzfristige Verbindlichkeiten
(in Mio.)
70,9542,6
langfristige Verbindlichkeiten
(in Mio.)
1.613,72.106,7
Verbindlichkeiten gesamt
(in Mio.)
1.3381.684,62.649,3
Bilanzsumme2.927,43.233,74.333,1
EK-Quote53,6%47,9%38,9%
Quelle: Geschäftsbericht 2019 und teilweise selber berechnet. Keine Haftung für Fehler!

Bilanzanalyse

Die Zahlen der Zalando Aktie sind wie das zugrundeliegende Geschäfts beeindruckend. Der Umsatz ist in den letzten Jahren sehr stark gewachsen. Der Umsatz ist von 2017 auf 2019 um starke 2 Milliarden Euro gewachsen, nämlich von ca. 4,5 Milliarden Euro auf 6,5 Milliarden Euro. Von 2017 auf 2018 ist der Umsatz um 17% gewachsen und von 2018 auf 2019 ebenfalls um 17%. Die Umsatzkosten von Zalando sind von 2017 bis 2019 um etwa 1,2 Milliarden Euro gestiegen. Im Zeitraum von 2017 auf 2018 sind die Umsatzkosten um 17% gestiegen und von 2018 auf 2019 sind die Umsatzkosten auch um 17% gestiegen. Man kann daraus erkennen, dass der Umsatz mit dem Umsatzkosten gleichstark gestiegen ist in den letzten drei Geschäftsjahren. Die Umsatzkosten sind damit nicht überproportional zum Umsatzwachstum gewachsen. Aus dem Umsatz sowie den Umsatzkosten kann man entnehmen, dass Zalando sich in einem starken Wachstum befindet.

Nun wollen wir uns genauer anschauen, wie viel Umsatz vor Steuer und Zinsen übrig bleibt bei Zalando. Mit der Berechnung der operativen Marge lässt sich herausfinden wie profitabel das Geschäftsmodell eines Unternehmens ist. Die operative Marge der letzten 3 Jahre lag im Mittel bei ca. 3%. Das erscheint auf den ersten Blick wirklich sehr wenig. Nun schauen wir uns die Konkurrenz Otto.com, Amazon und JD.com an. Otto.com hatte in den letzten drei Jahren eine operative Marge von 2,3%. Amazon weißt in den letzten drei Geschäftsjahren eine operative Marge von etwa 5,2% auf. Das Unternehmen JD.com aus China weißt eine operative Marge von etwa 1% in den letzten drei Geschäftsjahren auf. Zieht man den Vergleich mit der Konkurrenz, dann landet die Zalando Aktie auf dem zweiten Platz nach Amazon. Ein Vergleich ist trotzdem schwierig, da die hier genannten Konkurrenten auch noch in anderen Bereichen aufgestellt sind. Möchte man sich mehr auf den Modebereich konzentrieren bei der Analyse der Konkurrenz, dann könnte man noch einen Blick auf Inditex aus Spanien werfen (Zara) oder LVMH.

Schaut man sich nun den Gewinn der letzten 3 Jahren an ist dieser eher unbeständig. Im Jahr 2017 lag der Gewinn noch bei ca. 100 Millionen Euro und 2018 brach dieser wieder auf etwa 51 Millionen Euro ein. In 2019 wurde dann wieder ein Gewinn von etwa 102 Millionen Euro erwirtschaftet. Schaut man sich die Finanzkennzahlen genauer an, dann machen neben den Umsatzkosten die anschließenden Vertriebskosten den größten Anteil der anfallenden Kosten aus. Die hohen Vertriebskosten bei Zalando entstehen durch die hohen Aufwendungen im Fullfilment (Alle Aktivitäten nach der Kauf der Kunden) und im Marketing. Die Marketingkosten sind bei Zalando extrem hoch, da das Unternehmen noch stark wachsen muss in den nächsten Jahren, um zur führenden Modeplattform in Europa zu werden.

Zur Schuldensituation von Zalando lässt sich sagen, dass das Unternehmen hoch verschuldet ist im Vergleich zum Eigenkapital. Die Verschuldung ist in den letzten drei Geschäftsjahren stetig weiter gestiegen bis nun auch 38,9% EK-Quote im Jahr 2019. Die Schuldensituation muss hier aber auch wieder anders betrachtet werden, als bei anderen bereits am Markt etablierten Unternehmen. Das Unternehmen muss Jahr für Jahr viele Millionen Euro ausgeben z.B. in die Infrastruktur bzw. Logistik, um stärker zu wachsen als der Markt. Diese Aktivität sorgt logischerweise zu einer vergleichsweisen hohen Fremdkapitalquote. In einem Niedrigzinsumfeld und weiter sinkenden Zinsen für Fremdkapital ist diese Situation nicht weiter als negativ zu betrachten. Wenn die Zinsen jedoch auf einmal stark steigen würden und damit auch die Kosten für die laufenden Darlehen von Zalando sieht die Situation anders aus.

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Pro und Contra

+ Zalando entwickelt sich von einem Modehändler zu einer Onlineplattform (Plattform-Business)

+ Zalando wird von einem Managementteam geführt (vor allem die drei Gründer: Rubin Ritter, Robert Gentz und David Schneide)

+ vor allem hat man sich auf Mode und Schuhe konzentriert, aber auch auf Kosmetikartikel

+ Partner für die kaufwilligen Kunden im stationären Handel, was aufgrund von Corona eher schlecht läuft

+ die Zahlen zeigen ganz klar, dass auch Zalando ein Profiteur von der Coronakrise ist

+ Start-Up Feeling und eine toll etablierte Fehler- und Feedbackkultur

+ MA-Umfragen zeigen, dass sie auf Arbeit ganz sie selbst sein können

+ familienfreundliche Angebote für MA, faires Vergütungssystem

+ Rückgang des stationären Handels geht zurück, durch Corona (leider) noch mehr, davon profitiert natürlich Zalando auch in der Zukunft

+ Zalandos Cashflow wird in Wachstum investiert

+ Zalando hat sich als Anti-Amazon positioniert (jeder weitere Erfolg dürfte neue Finanzinvestoren und strategische Käufer anlocken)

+ “Schrei vor Glück” ist definitiv im Kopf hängen geblieben

+ Zalando glänzt mit Eigenmarken und Outlets

+ steigende Anzahl an Kunden (Kernregion: Deutschland, Österreich, Schweiz)



– Wachstum kostet Geld, daher investiert es den Überschuss wie Amazon auch, ins eigene Business wie z.B. der Infrastruktur

– deutliche Konkurrenz durch Amazon und Otto

– Spezialshops für Öko- und Luxus-, Surfer- und Molligen-Mode decken längst alle geschmacklichen Nischen ab

– weltweite Expansion recht schwierig (Amazon, Alibaba, Walmart, Costco Wholesale, vip, suning)

– konzentriert sich zunehmend auf Europa und Osteuropa

– Heimatmarkt ist: Deutschland, Österreich, Schweiz

– nichts für Liebhaber der Dividendenstrategie

– Zukünftige Vorwürfe und Kritik der Öffentlichkeit könnten einen Imageschaden zur Folge haben, worunter die Rendite leiden könnte (RTL hat 2014 durch einen Einthüllungsbericht die Arbeitsbedingungen bei Zalando offengelegt, diese eher ernüchternd ausgefallen)

Fazit

Zusammenfassend kann man sagen, dass Zalando wirklich ein sehr spannendes Geschäftsmodell hat und die Finanzkennzahlen sehen auch nicht schlecht aus. Man muss natürlich zuerst einmal sagen, dass das Geschäftsmodell von Zalando nicht besser geeignet sein könnte für einen Lockdown oder hygienisches Einkaufen. Da der Fashion-Store, also der Online-Store den Hauptanteil des Umsatzes von 87% ausmacht. Außerdem dürften auch viele Modemarken oder ähnliche Modeunternehmen stark an Zalando interessiert sein, wenn die eigenen Geschäfte durch Lockdowns geschlossen sind oder die Kunden ausbleiben. Man kann daraus also schließen, dass das Geschäftsmodell von Zalando “coronasicher” ist. Das Einzige was Zalando in Schwierigkeiten bringen könnte, wären stark steigende Zinsen. Das Unternehmen ist wie wir bereits wissen sehr hoch verschuldet, was in der aktuellen Wachstumssituation und einem Niedrigzinsumfeld eher kein Problem darstellt.

In einer Zeit nach Corona wird sich der Umsatz auch im Off-Price Geschäft weiter erhöhen. Bis jetzt gibt es diesen Geschäftsbereich auch nur in Deutschland. Daher wird eine Expansion europaweit den Umsatz weiter beflügeln. Zalando aber auch die Aktie hat also noch viel Potential für Wachstum auch wenn sich das Wachstum langfristig lediglich auf Europa und den Osten konzentrieren wird aufgrund der Aktionärsstruktur.

Zalando verfügt durch seine Plattform außerdem über einen tiefen Burggraben. Das Unternehmen ist in der DACH Region mittlerweile vor OTTO.com die größte Online-Modeplattform. Auf der Zalando Plattform tummeln sich damit Millionen von potentiellen Kunden. Große Modemarken aber auch kleiner Modeunternehmen sind daher interessiert ihre Ware über Zalando zu verkaufen, da Zalando den Unternehmen/Partnern eine gigantische Reichweite bietet. Kunden bevorzugen die Plattformen, auf denen sich zahlreiche Anbieter tummeln. Sie wollen die größtmögliche Auswahl.

In unseren Augen ist die Zalando Aktie für einen langfristigen Anlagehorizont eine gute Entscheidung. Das Unternehmen könnte durch die Corona Krise weiter stark profitieren und immer mehr Unternehmen dazu bewegen ihre Artikel über diese Plattform zu verkaufen. Amazon stellt in unseren Augen keine wirkliche Konkurrenz im Bereich Mode für Zalando dar im Moment. Was Amazon in der Zukunft plant das weiß natürlich keiner. Bis dahin dürfte Zalando aber so einen großen Kundenstamm aufgebaut haben, dass Amazon eher Schwierigkeiten haben wird sich große Marktanteile zu sichern.

Falls du dich für weitere Aktien-Analysen interessierst, können wir dir die folgenden Beiträge empfehlen:

Hör auch gerne mal in unseren Podcast Finanzen.Parkett rein 🙂 Hier kommst du zur aktuellsten Folge:

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